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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 359: Unterschied zwischen den Versionen

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'''St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 359''', auch ''St.Galler Cantatorium'' genannt, ist ein Graduale und gilt als die zur Zeit älteste vollständig erhaltene Musikhandschrift der Welt mit Neumen. Die Handschrift wird auf die Zeit um 922-926 datiert und ist in der Benediktinerabtei St. Gallen entstanden. Der Schreiber der Handschrift ist nicht bekannt. Die liturgischen Stücke im Graduale sind durchgehend in adiastematischen Neumen notiert.
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'''St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 359''', auch ''St. Galler Cantatorium'' genannt, ist ein Graduale, genauer gesagt, ein Cantatorium. Es gilt als die zur Zeit älteste vollständig erhaltene Musikhandschrift der Welt mit Neumen. Die Handschrift wird auf die Zeit um 922-926 datiert und ist in der Benediktinerabtei St. Gallen entstanden. Der Schreiber der Handschrift ist nicht bekannt. Die liturgischen Stücke im Graduale sind durchgehend in adiastematischen Neumen notiert, jedoch, wie für eine Cantatorium-Handschrift üblich, nur die Gesänge mit solistischen Teilen - Graduale, Alleluia und Tractus, die anderen Stücke werden nur durch Incipits angezeigt, die im Normalfall auch nicht neumiert sind.
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Aufgrund der besonderen Stellung dieser Handschrift sind die Neumierungen der enthaltenen Stücke ins Graduale Triplex<ref>Graduale triplex. Seu Graduale Romanum Pauli PP. VI cura recognitum & rhythmicis signis a Solesmensibus monachis ornatum Neumis Laudunensibus (Cod. 239) et Sangallensibus (Codicum San Gallensis 359 et Einsidlensis 121) nunc auctum. Abbaye Saint Pierre, Sablé sur Sarthe 1979, Neuauflage. ebenda 1987.</ref> und Graduale novum<ref>Graduale Novum de Dominicis et Festis: Editio magis critica iuxta SC 117, Tomus I, ConBrio Verlagsgesellschaft Regensburg und Libreria Editrice Vaticana, 2011</ref> übernommen worden.
  
 
==Literatur==
 
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==Weblinks==
 
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*Die [http://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/csg/0359 Handschrift] sowie weitere [http://www.e-codices.unifr.ch/de/description/csg/0359 Informationen und ein Inhaltsverzeichnis] sind auf den Seiten des Projektes [http://www.cesg.unifr.ch Codices Electronici Sangallenses (CESG)] der [http://www.stiftsbibliothek.ch Stiftsbibliothek St. Gallen] zugänglich, zuletzt abgerufen am 04.01.2013.
 
*Die [http://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/csg/0359 Handschrift] sowie weitere [http://www.e-codices.unifr.ch/de/description/csg/0359 Informationen und ein Inhaltsverzeichnis] sind auf den Seiten des Projektes [http://www.cesg.unifr.ch Codices Electronici Sangallenses (CESG)] der [http://www.stiftsbibliothek.ch Stiftsbibliothek St. Gallen] zugänglich, zuletzt abgerufen am 04.01.2013.
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==Einzelnachweise==
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Aktuelle Version vom 20. August 2013, 08:25 Uhr

St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 359, auch St. Galler Cantatorium genannt, ist ein Graduale, genauer gesagt, ein Cantatorium. Es gilt als die zur Zeit älteste vollständig erhaltene Musikhandschrift der Welt mit Neumen. Die Handschrift wird auf die Zeit um 922-926 datiert und ist in der Benediktinerabtei St. Gallen entstanden. Der Schreiber der Handschrift ist nicht bekannt. Die liturgischen Stücke im Graduale sind durchgehend in adiastematischen Neumen notiert, jedoch, wie für eine Cantatorium-Handschrift üblich, nur die Gesänge mit solistischen Teilen - Graduale, Alleluia und Tractus, die anderen Stücke werden nur durch Incipits angezeigt, die im Normalfall auch nicht neumiert sind.

Aufgrund der besonderen Stellung dieser Handschrift sind die Neumierungen der enthaltenen Stücke ins Graduale Triplex[1] und Graduale novum[2] übernommen worden.

Literatur

  • Anton von Euw, Die St. Galler Buchkunst vom 8. bis zum Ende des 11. Jahrhunderts, Band I: Textband, St. Gallen 2008 (Monasterium Sancti Galli, Bd. 3), S. 470-472, Nr. 131.
  • Gustav Scherrer, Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St. Gallen, Halle 1875, S. 124-125.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Graduale triplex. Seu Graduale Romanum Pauli PP. VI cura recognitum & rhythmicis signis a Solesmensibus monachis ornatum Neumis Laudunensibus (Cod. 239) et Sangallensibus (Codicum San Gallensis 359 et Einsidlensis 121) nunc auctum. Abbaye Saint Pierre, Sablé sur Sarthe 1979, Neuauflage. ebenda 1987.
  2. Graduale Novum de Dominicis et Festis: Editio magis critica iuxta SC 117, Tomus I, ConBrio Verlagsgesellschaft Regensburg und Libreria Editrice Vaticana, 2011